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Haltung und Ernährung


Vor allem von der Art des Pferdes ist die Haltung abhängig, hält man ein Sport- oder Freizeitpferd.
Es gibt aber Grundregeln die immer gelten: der Pferdehalter benötigt neben Zeit auch ausreichend Platz und braucht das nötige „Kleingeld“. Das Pferd muss einen geregelten Auslauf auf eine Koppel haben, es wird trübsinnig und stumpft ab, wenn es zu lange im Stall steht. Wichtig ist außerdem für ausreichende Bewegung zu sorgen. Neben dem Freilauf auf er Koppel sind spazieren gehen an der Führleine, longieren oder reiten, mit Ausnahe der „Rentner-Pferde“ Pflichtprogramm. Eine andere Variante den Pferden Bewegung zu verschaffen ist sie als Zugtiere einzusetzen, beispielsweise vor Wagen, Kutschen oder in der Forst- und Landwirtschaft. Die so genanten Rückepferde sind dafür ein Beispiel. Vorrangig werden die schweren Kaltblüter für diese Arbeiten eingesetzt.

Das Pferd ist Pflanzenfresser und Weidetier. Im Verhältnis zu seiner Körpergröße hat das Pferd einen recht kleinen Magen, das ist der Grund warum es so gut wie immer frisst. Gut ist es, wenn das Pferd im Tagesverlauf immer wieder kleinere Mengen an Futter aufnehmen und sich auch ausreichend bewegen kann.

Das Verdauungssystem des Pferdes ist sehr empfindlich. Der etwa vierzig Meter lange Darm leistet die ganze Arbeit. Zu viel an Futter oder gar falsches Futter aber auch eine rasche Futterumstellung können schwerwiegende und recht schmerzhafte Koliken bei dem Pferd verursachen. Im schlimmsten Fall führt eine Kolik zum Tod des Pferdes. Zu viel an Eiweiß und Kohlenhydraten bei der Ernährung kann beim Pferd zur Stoffwechselstörungen und folglich zur Entstehung einer Entzündung der Huflederhaut führen.

Hier einige Stichpunkte zu der Fütterung:

▫  Individuell auf das Pferd abgestimmtes Futter
▫  Regelmäßige Futterung in kleinen Portionen
▫  Festgelegte Zeiten der Fütterung
▫  Futtermenge entsprechend dem Gewicht des Pferdes
▫  Eine Mischung aus Getreide und Heuhäcksel füttern
▫  Erst Heu, dann Kraftfutter füttern
▫  Futterumstellung sehr langsam durchführen
▫  Pausen vor und nach der Fütterung vorsehen
▫  Aufnahme der Futter in einer ruhigen Umgebung
▫  Auf Sauberkeit Acht geben 
▫  Wasser ist lebensnotwendig 

Der Fachhandel bietet auch für Pferde Fertigfutter an, das allen Bedürfnissen gerecht wird. Der Tradition folgend werden zur Fütterung vielmehr Stroh, Heu und geringe Mengen Hafer verwandt. Tragende und säugende Stuten wie auch Fohlen und Jährlinge haben einen höheren Bedarf an Eiweiß, was bei der Fütterung berücksichtigt werden muss. Weitere Futtermittel können außerdem Mais, Gerste, Weizenkleie und Mash sein. Karotten und Äpfel sind für Pferde ein extra Leckerli, manche mögen sogar ab und zu eine Banane. Wichtig ist, dass die Tiere ausreichend Raufutter bekommen. Verzichtet werden sollte allerdings auf das Stück Zucker, was irrtümlicherweise oft als Extra gegeben wird.

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Das Pferd - Haltung und Ernährung des Pflanzenfressers und Weidetiers.  © Andreas G. Zimmer Berlin   (wl) LeG. V.R.